Ticker Nr. 05, 09.02.2012

Kältewelle bremst Pollen

Nach einem Bericht des Stern bremst der Kälteeinbruch in Deutschland den Pollenflug. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund meldet, dass es derzeit nur eine sehr geringe Belastung durch Erlen- und Haselpollen gibt. Die Pflanzen wachsen bei den niedrigen Temperaturen nicht mehr so schnell und weniger Pollen werden abgegeben.

Anfang des Jahres dagegen herrschte noch -mildes Wetter weshalb Haselsträucher bereits Anfang des Jahres erste Pollen abgegeben haben. Da das milde Wetter allerdings nicht angehalten hat, hat sich dieser Pollenflug nicht verstärkt.


Neue Wirkstoffe und personalisierte Medizin gegen Krebs

In Berufung auf den Verband der forschenden Pharma-Unternehmen berichtet die DAZ, dass sich derzeit einige neue Wirkstoffe gegen Krebs im Zulassungsverfahren befinden oder kurz vor der Markteinführung stehen.

Die neuen Mittel wurden vor allem zur Behandlung von Tumoren in Brust, Lunge, Schilddrüse, Haut, Nieren und Knochen entwickelt. Auch gegen verschiedene Leukämien und Lymphome stehen neue Präparate in den Startlöchern.

Haupteinsatzgebiet der neuen Präparate soll die sogenannte personalisierte Medizin sein. Dies bedeutet, dass nicht allein die Krankheitsdiagnose bestimmt wie behandelt wird, sondern auch Faktoren wie genetische Eigenheiten des einzelnen Patienten in die Entscheidung über die Behandlungsweise einfließen. Bei einigen der neuen Wirkstoffe bedeutet dies, dass in Zukunft zunächst Vortests durchgeführt werden. Diese sollen zeigen ob der Wirkstoff beim Patienten anschlägt und ob dieser ihn verträgt. Verläuft der Test negativ so wird bei der Behandlung auf einen anderen Wirkstoff ausgewichen. Mit diesem Vorgehen sollen unwirksame Therapieversuche vermeiden werden.


Studie zeigt: besonders Frauen von Essstörungen betroffen

Frauen leiden nach einer aktuellen Studie der Universität Leipzig häufiger unter Essstörungen als Männer. Laut der Studie sind in Deutschland 5,9 Prozent der Frauen und 1,5 Prozent der Männer von krankhaften Essverhalten betroffen. Die repräsentative Umfrage des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) Adipositas Erkrankungen“ in Leipzig zeigt außerdem, dass das Risiko eine Essstörung zu entwickeln bei Frauen fünfmal so hoch ist wie bei Männern. Adipöse Frauen und Männer sind nach der Studie besonders betroffen. Demnach treten die Essstörungen in dieser Gruppe häufiger auf als bei normalgewichtigen Personen.


Gesetzesvorschlag zur Erweiterung der Meldepflicht

Die Meldepflicht für Krankheiten soll, nach einem neuen Gesetzentwurf des Gesundheitsausschusses, ausgeweitet werden. Die DAZ schreibt, dass nun auch Röteln, Mumps, Windpocken und Keuchhusten meldepflichtig werden sollen. Über den Gesetzentwurf wird heute im Bundestag entschieden.

Nach Plänen der Bundesregierung sollten ursprünglich nur Röteln in den Katalog der meldepflichtigen Krankheiten aufgenommen werden. Der Gesundheitssauschuss ergänzte diesen Vorschlag um die drei weiteren impfpräventablen Krankheiten: Mumps, Windpocken (Varizellen) und Keuchhusten (Pertussis). Begründung für diese Ergänzung ist, dass alle diese Erkrankungen mit typischen Symptomen verbunden sind und daher klinisch diagnostiziert werden können.

Die vorgeschlagene Anpassung der Meldepflicht würde bedeuten, dass das Gesundheitsamt nun frühzeitig Riegelungsimpfungen oder eine Quarantäne veranlassen kann. Außerdem bedeutet der Vorschlag auch eine Ausweitung der Datenbasis zur Krankheitsverbreitung. Diese kann für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden.



Tanja Wilcke, Pressesprecherin

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