Im vergangenen Jahr haben die Ärzte knapp 17 Millionen Packungen mit Fertigarzneimitteln mehr zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet als 2007. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 2,6 Prozent, meldet der Informationsdienstleister Insight Health. Deutlich stärker als die Packungsmenge stieg die Menge der verordneten Standardeinheiten, das heißt der einzelnen Tabletten, Dragees oder Zäpfchen. Sie wuchs um gut 4,4 Prozent. Dabei legten im Betrachtungszeitraum vor allem die oralen Darreichungsformen zu, die für 80 Prozent des Arzneimittelverbrauchs in der GKV stehen (plus 5,3 Prozent). Dieses Phänomen zeigt sich über nahezu alle Segmente im GKV-Markt, sei es bei Generika oder bei den patentgeschützten Arzneimitteln. Dies sei ein Indiz dafür, so Insight Health, dass der Trend zur Verordnung größerer Packungsinhalte ungebrochen ist.
Laut einer Information von APM Health Europe soll der Verkauf der Merckle-Unternehmen Ratiopharm und Phoenix im Februar starten. Zurzeit würden die Gläubigerbanken sich darauf vorbereiten. Für beide Unternehmen soll jeweils ein Treuhänder benannt werden, um die Vermögenswerte zu bestimmen und Banken auszuwählen, über die der Verkauf abgewickelt werde. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.
Im Rechtsstreit um die Rabattverträge hat die AOK einen Sieg vor dem Landessozialgericht (LSG) in Baden-Württemberg errungen. Das Gericht wies die Klage eines Pharmaunternehmens gegen die Entscheidung der Vergabekammer Baden-Württemberg zurück. AOK-Verhandlungsführer Christopher Hermann sieht in dem Urteil einen wichtigen Etappensieg, erwartet aber noch eine „wahre Verfahrensflut von unterlegenen Bietern“.
Medienberichten zufolge hat der Pharmakonzern Pfizer die Übernahme seines Konkurrenten Wyeth vereinbart. Der umgerechnet rund 52 Milliarden Euro schwere Deal werde mit Bargeld und in Aktien abgewickelt. Pfizer soll sich mit der Übernahme den Zugang zu neuen Arzneimitteln und Geschäftsfeldern eröffnen. Außerdem hoffe der Branchenführer auf Einsparungen in Höhe von vier Milliarden US-Dollar jährlich.
Der Stuttgarter Pharmagroßhändler GEHE sieht sich mit seiner Kooperation „gesund leben-Apotheken“ richtig aufgestellt für das laufende Jahr. Den eingeschlagenen Weg wolle man konsequent weitergehen. Das bedeute für die Mitgliedapotheken erstens noch attraktivere Angebotspakete und ein apothekengerechtes Category Management. Zum zweiten wird die Positionierung der gesund leben-Apotheken gefestigt: „Ideen für Ihre Lebensqualität“ heißt das Motto, das 2009 konsequent umgesetzt werden soll. Der Verbraucher findet in den gesund leben-Apotheken neue Ideen in Form von individuellen Empfehlungen, guten Produkten und passenden Services zur Verbesserung der Lebensqualität. Um den gestiegenen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, können - drittens - die Apothekenteams auf speziell für die Kooperation entwickelte gesund leben-Trainings und Coachings zurückgreifen. Dabei findet das Training direkt in der Apotheke, also live mit „echten“ Kunden, statt.
„Wir können den Apotheken all das bieten, was sie auch zukünftig erfolgreich macht. Diese Unterstützung nützt schließlich auch den Patienten und Verbrauchern, denn so kann sich der Apotheker auf seine heilberufliche und Beratungstätigkeit konzentrieren“, sagt André Blümel, Vorsitzender der Geschäftsführung. Apotheken hätten erkannt, dass in der Kombination von der Individualkraft der Apotheke vor Ort mit der Professionalität eines Systemkopfes großes Potential für die Zukunft liege. Die Mitglieder hätten Zugriff auf ein umfassendes Marketingkonzept – vom Handzettel bis hin zur DeutschlandCard –, dass sie selber nur mit hohem Aufwand realisieren könnten. Außerdem würden sie von den bundesweiten Werbemaßnahmen für gesund leben profitieren. „Allein in 2008 wurden 30 Millionen gesund leben-Werbeimpulse über Verbraucher-Anschreiben, Emails, Gutscheine, Broschüren oder Kataloge gegeben, die auf jede einzelne gesund leben-Apotheke zurückstrahlen“, resümiert Blümel.
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