Stuttgart, 09.11.2011. Der Stuttgarter Pharmagroßhandel GEHE sieht sich durch den Schweizer Pharmahersteller Novartis massiv an der Erfüllung des gesetzlichen Versorgungsauftrages gehindert. Seit längerem verhandeln beide Unternehmen über Lieferkonditionen, die der milliardenschwere Pharmariese einseitig zu seinen Gunsten im Großhandel ändern möchte. Seit dem 15. Oktober wird nun GEHE von Novartis wohl als einziges Unternehmen in Deutschland nicht mehr beliefert, und sieht deshalb den kartellrechtsrelevanten Tatbestand der Diskriminierung als erfüllt an.
Der Großhändler betont, dass man im Interesse der Apotheken und deren Patienten eine Gefährdung des Versorgungsauftrages nicht zulassen könne und auch künftig sofort rechtliche Schritte gegen alle Diskriminierungsversuche unternehmen werde. Ein Großteil der Kunden des Großhändlers ist über die Versorgungsengpässe bereits informiert worden. Außerdem hat GEHE den Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (PHAGRO) in Kenntnis gesetzt, um die Belieferung der Apotheken zur Erfüllung ihres Versorgungsauftrages bestmöglich zu gewährleisten.
GEHE Pharma Handel
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